Ausgabe 40

Ein Balanceakt für Teens und Junggebliebene

Im Niederseilparcours in Aidlingen wird Gleichgewicht und Motorik verbessert

Fünf verschiedene Stationen bie­tet der Niederseilparcours Aid­lingen in Sichtweite des Sportge­ländes des Teilortes Deufringen. Das kleine Freizeitgelände ver­fügt weiterhin über Sitzgelegen­heiten und eine Grillstelle. Vom Parkplatz bei der FSV Sportgast­stätte ist es auch für kleinere Kin­der oder mit dem Kinderwagen problemlos zu erreichen. Wer möchte, kann zum Abschluss noch in der Sportgaststätte ein­kehren.

Die Stationen heißen „Team­wippe“, „Balancierweg“, „Ma­nilataubrücke“, „Halteseil­strecke“, „Divergierendes V“ und bilden zusammen den Niederseilparcours. „Auf die­sem Niederseilparcours kann man viel erleben, erfassen und begreifen! Vor allem aber kann man sich alles erarbeiten“; so formulierten die Erbauer ihre Ziele auf der Hinweistafel. Kin­dern macht die Bewegung im Freien viel Spaß. Ihr Gleichge­wicht und ihre Motorik werden verbessert. Im Idealfall wird der Niederseilparcours ge­meinsam in einem Team ab­solviert, weil er in besonderem Maße die Teamfähigkeit for­dert und fördert. Bei der „Teamwippe“ und dem „Divergierenden V“ müssen es minde­stens zwei Teilneh­mer sein. Alle an­deren Stationen können auch so­lo ausprobiert werden. Anders als im Hochseilgar­ten findet hier die Ak­tion in ge­ringer Hö­he statt. Trotzdem stellen die unter­schied-lichen Stationen bewegungs­orientierte Herausforderungen dar. Beim Lösen im Team auch im psychischen, kognitiven und emotionalen Bereich. Die Elemente des Niederseilpar­cours sind aus Sicherheitsgrün­den nur in niedriger Höhe an­gebracht. Aber trotzdem kann ein überraschendes Absteigen gefährlich werden. Die Stationen sollten deshalb immer konzentriert und rück­sichtsvoll gegenüber den ande­ren Begehern probiert werden. Beim „Balancierweg“ soll die Strecke auf dem Seil von Pfo­sten zu Pfosten zurückgelegt werden. Dabei ist keine Hilfe von „unten“, also von Perso­nen, die auf dem Boden ste­hen, erlaubt. Zwei dicke Taue sind die Kennzeichen der Manilataubrücke. Auf beiden Seilen balancierend soll der Weg zurückgelegt werden. Weil dabei ein spreizender Gang wie von Charlie Chaplin zum Ziel führt, heißt die Station auch „Chaplins-walk“. Bei kleineren Kindern muss darauf geachtet werden, dass die beiden Taue nicht zu weit auseinander driften. Weitere Stationen sind die Halteseilbrücke und die nur im Team machbare und doch etwas Mut fordernde „Divergierende V“. Nach der Rückkehr zum Parkplatz vor der Sportgaststätte lohnt sich nicht nur eine dortige Rast, sondern auch der Blick auf die Hinweistafel mit den hier beginnenden Wanderrouten im schönen Heckengäu.

Der LEOAKTIV Freizeit-Tipp

Anfahrt und kurzer Fußweg zum Ausgangspunkt

Vom Weil der Städter Stadtteil Schafhausen auf der Straße im Würmtal Richtung Grafenau/Böb­lingen, dann rechts abbiegen Richtung Dätzingen und gleich wieder links nach Aidlingen. Weiter in Richtung Deufringen, bis vor dem Ortseingang das Hin­weisschild „FSV Deufringen“ die Weiterleitung durch das Wohn­gebiet bis zum Vereinsheim des FSV Deufringen übernimmt. Dann links am Vereinsheim vorbei, bis nach wenigen Metern rechts der „Traufweg“ in den Wald abbiegt (Beschilderung Deufringen, Aid­lingen, Gärtringen des Schwarz­waldvereins). An der ersten Ab­zweigung im 45-Grad-Winkel über einen kurzen Erdweg zum Niederseilparcours.

Alfred Kauffmann

Foto: kf