Ausgabe 66

»HALTET DIE WELT AN«

Die Leonbergerin Gisela Metzler hilft als Coach und Paartherapeutin

Wenn Paare sich nichts mehr zu sagen haben

Es sind häufig Sätze wie „Wir haben uns auseinandergelebt“ – „Der Alltag ist eingekehrt.“ oder „Wir streiten uns nur noch.“ die Gisela Metzler in Gesprächen zu hören bekommt, wenn es darum geht, dass eine Partnerschaft nicht mehr funktioniert und Paare sich nichts mehr zu sagen haben.

In den fast zehn Jahren, in denen Gisela Metzler als Paarcoach und Familientrainerin selbstständig arbeitet, stößt sie – trotz aller Individualität bei den betroffenen Paaren – auf ähnliche Schemata, warum „Paare verstummen“. „Die Gründe sind vielfältig“, sagt sie, doch die Ursache sei meist die Unfähigkeit, Konflikte zu bewältigen. „Das wird in der Kindheit meist nicht gelernt.“

Weiter lesen…

Marga Rosenau begleitet sterbende Menschen

„Manchmal muss man auch nichts reden“

Marga Rosenau entkam vor elf Jahren nur knapp dem Tod. Danach fragte sie sich: „Was hätte ich in meiner Not gebraucht?“ Zwei Jahre später begann sie ihre ehrenamtliche Arbeit als Helferin im Leonberger Hospiz. Dort gibt sie Sterbenden das, was sie sich selbst gewünscht hatte: Begleitung und Beistand.

Marga Rosenau sitzt bei einer Geburtstagsfeier am Kaffeetisch, als es in ihrem Kopf zu pochen beginnt. Die Schmerzen werden rasend, die linke Gesichtshälfte hängt herunter, der Arm kann nicht mehr richtig greifen. An diesem 15. Mai 2004 ist ein Aneurysma im Kopf von Marga Rosenau gerissen. „Ich lag danach mit blutendem Hirn im Krankenhaus und hatte dort zwei Herzstillstände“, erinnert sie sich…

Weiter lesen…

Die Unternehmerin Christina Almert kommt in den Bergen zur Ruhe

„Der Alltag bleibt im Tal zurück“

Immer wenn’s geht, ist die Geschäftsführerin vom hagebaucentrum bolay GmbH & Co. KG in Rutesheim in den Bergen unterwegs. Als Bergpartner ist meist Ehemann Edwin dabei. Er übernimmt auch die Planung der Touren und vermittelt Sicherheit: „Auf ihn ist immer Verlass. Und wenn nötig ist seine helfende Hand da“.

„Ja, ich habe Respekt vor den Bergen; vor den schnellen Wetterumschwüngen, den Gewittern“, erzählt Almert und erinnert sich daran, dass sie schon selbst beim Queren eines harmlos aussehenden Schneefeldes ausgerutscht und ein paar Meter abwärts gerutscht sei. Erst auf dem anschließenden Geröllfeld habe sich ihr Rucksack verhakt und die Rutschpartie sei zu Ende gewesen. Einige kleinere Blessuren habe sie dabei schon davongetragen.

Weiter lesen…