Ausstellung im Hemminger Etterhof

„Unser Bähnle – 115 Jahre Strohgäubahn“

Die Geschichte der Strohgäubahn hat Ulrich Volkmer für den Ortsgeschichtlichen Verein Hemmingen e.V. in dessen Vereinsgebäude dokumentiert.

Sie kann bis zum 24. Oktober 2021 jeweils von 14 bis 17 Uhr unter Berücksichtigung der geltenden Schutzvorschriften besucht werden. Detaillierte Infos unter http://www.etterhof.de/Aktuelle-Ausstellungen/.

Der in Münchingen wohnende Eisenbahnfreund Ulrich Volkmer erforschte die Historie der im Jahr 1889 in Nussdorf angedachten Nebenbahnverbindung von Kornwestheim durch das Strohgäu nach Pforzheim. Die meisten Exponate sind Leihgaben des Härtsfeldbahn-Museums in Neresheim. Weitere stammen von Sammlern und Eisenbahnfreunden.

1897 wird die Ausarbeitung eines Streckenplans, Kostenberechnung und Rentabilitätsplans in Auftrag gegeben. Bereits im Mai 1898 kam jedoch die Enttäuschung, dass „die beantragte Durchgangslinie keine Aussicht auf Realisierung habe“ verbunden mit dem Vorschlag über Stichbahnen nachzudenken. Die Westdeutsche Eisenbahngesellschaft baute schließlich die Stichstrecke von Korntal nach Weissach. Baubeginn war im Jahr 1905. Die feierliche Eröffnung erfolgte am 13.8.1906. Der Grund für den Nichtbau der großen Lösung war, so die Ausstellunginfo, klassisches Kirchturmdenken: Die in Württemberg Regierenden wollten nicht, dass ihre Gemeinden eisenbahntechnisch an das badische Pforzheim angebunden wurden. Geblieben ist eine bis in die Gegenwart wenig attraktive Stichverbindung.